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Sozialdarwinismus – vom Kopf auf die Füsse gestellt

17.03.2010 19:29 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 15 Kommentare

Von Volksverhetzung und Rassismus war die Rede wegen Thilo Sarrazins polemischer Worte zur gescheiterten Integrationspolitik auf Lettre International. Nicht nur aus den linksextremen Schmuddelecken des Netzes, sondern z.B. auch vom Grünen-Bundesvorsitzenden Cem Özdemir musste er sich als „Sozialdarwinist“ schelten lassen. Es gab sogar Bestrebungen, die berufliche Existenz des Bundesbank-Vorstandes anzugreifen, was aber nur teilweise gelang. Im Folgenden strengten zwei SPD-Kreisverbände ein Parteiausschlussverfahren gegen den Genossen Sarrazin an – welches nun aber bemerkenswerterweise ebenso scheiterte: Parteischädigendes Verhalten sei Sarrazin nicht vorzuwerfen, urteilte die Schiedskommission, von „Sozialdarwinismus“ oder gar „Rassismus“ ist keine Rede mehr. Die öffentliche Hinrichtung des unkorrekten Delinquenten ist also abgesagt, auch wenn dies noch nicht bis zur einen oder anderen sozialdemokratischen Wärmestube in der Blogosphäre oder bei Facebook durchgedrungen ist.

Doch was hat es mit jenem gerne gegen Liberale und andere Sozialstaatskritiker kolportierten Vorwurf auf sich, Anhänger einer soziologischen Theorierichtung aus den 30er Jahren zu sein, auf die sich im Folgenden die nationalsozialistische Eugenik und „Rassenhygiene“ stützte?

There are plenty of non-Jobs in the public sector

19:08 - dagny's tags by dagny t. - 1 Kommentar

Wie lange dauert es noch, bis Spots ueber non-Jobs im oeffentlichen Dienst in Deutschland zu sehen sein werden?

EWF löst Probleme nicht

15:59 - Fiat Economy Agnostic by Frank Schäffler - 3 Kommentare

Wer einen Europäischen Währungsfonds fordert, reitet ein totes Pferd. Hoffentlich!

Dieser Schuldenfonds wäre nicht nur der Einstieg in einen europäischen Finanzausgleich und damit eine Nivellierung des Wettbewerbs, er würde auch die Verschuldungspyramide der europäischen Staaten auf eine neue Ebene heben. Im derzeitigen monopolistischen Geldsystem sind zwei Determinanten für eine Währungsunion entscheidend: Erstens darf sich die öffentliche Verschuldung nicht ins Uferlose entwickeln und zweitens darf die wirtschaftliche Entwicklung der Einzelstaaten nicht auseinanderfallen. Beide Bedingungen werden seit längerem im Euroraum verletzt. In einem funktionierenden Geldsystem würde die mangelnde Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft durch einen höheren Zins zum Ausdruck kommen.

Dan Hannan: Proportional?

16.03.2010 19:20 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 6 Kommentare

“Was ist schon proportional?”, fragt Daniel Hannan (Auch hier). Wenn andere MEPs nur halb so viel Rückgrat hätten…

Der Wohlfahrtsstaat ist noch nicht am Ende

12.03.2010 00:26 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 56 Kommentare
Schuldenuhr - Bitte aktivieren Sie Ihr Javascript.

Aber die Uhr tickt...

Dendemann – Stumpf ist Trumpf 3.0

11.03.2010 09:48 - Audiovideo, Money and Fame by Daniel Drungels - 6 Kommentare
Wir von der Sektion der neoliberalen Weltverschwörung wissen längst: Eine allzu differenzierte Betrachtung des strittigen Sachverhalts führt zwangsläufig nur zu Irritationen. Wem eher daran gelegen ist, recht zu kriegen, denn recht zu haben, der haut immer feste druff und lässt es ordentlich scheppern. "Ich hätte, könnte, würde...aber Stumpf ist Trumpf", bestätigt uns auch seine Rohheit, Dendemann, mit der ersten Single seiner neuen Scheibe "Vom Vintage verweht".

Dendemann - Stumpf ist Trumpf 3.0

Dendemann | MySpace Music Videos

Spekulant an die Wand

10.03.2010 10:43 - Tamm's Comments by Sascha Tamm - 45 Kommentare
Die Spekulanten sind schuld an der Krise in Griechenland, am Wertverlust des Euro. Das überrascht nicht – waren sie doch schon schuld am Ausstieg der Briten aus dem europäischen Wirtschaftsraum, an der aktuellen Finanzkrise und an vielen anderen schlimmen Entwicklungen. Sie müssen, so fordert eine Allianz von Politikern von der deutschen Kanzlerin bis zum griechischen Premier, daran gehindert werden, die Krise zu verschärfen. Folterinstrumente sollen ausgepackt werden.

CD burning kills Tax Competition

09.03.2010 20:46 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 6 Kommentare
BildWow. Max Wessenberg meldet, man habe der LP eine „Steuersünder“-CD zugeschickt. Aber wie verifiziert man das, ohne mögliche Steuerflüchtlinge zu gefährden? Ich habe da einen Vorschlag: Max Wessenberg kann mir als Mitglied des Antibuerokratieteams ein aussagekräftiges Daten-Sample (z.B. SPD-Politiker) zur Verfügung stellen, das vertraulich behandelt und geprüft wird. Bekanntlich pflegen wir ähnliche Ansichten zum Datenschutz für Steuerflüchtlinge, sind aber in anderen Fragen so weit divergent, dass man uns wahrlich nicht unterstellen kann , die größten Freunde zu sein. So lässt sich sicherstellen, dass es sich nicht um einen PR-Scherz handelt. Was meinst Du, Max?

Macht für den der sie nicht will

Kleiner audiovisueller Einschub, nachdem unser CTO (Central Tingeltangel Officer) aufgrund von Armutserscheinungen krank geschrieben ist und deshalb die coole Musik hier zu kurz kommt: nicht mehr ganz neu, aber ganz aktuell... Prost!

Das alternative Kopenhagen-Manifest

07.03.2010 16:20 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 32 Kommentare
Die Enttäuschung über das Kopenhagener Abkommen ist allgegenwärtig. Die Staatschefs der Welt haben im Dezember 2009 versprochen, mehr Geld zur Bewältigung des Klimawandels bereitzustellen und die weltweite Erwärmung auf zwei Grad beschränken zu wollen. Das liegt meilenweit entfernt von ihren ursprünglichen Zielen. Wie soll es weitergehen? Wir haben einen Vorschlag: unser alternatives Kopenhagen-Manifest.
So präsentiert unser Partnermagazin NovoArgumente sein alternatives Kopenhagen-Manifest. In Form von zehn Thesen stellt das Manifest Vorschläge zur Diskussion, wie nach dem gescheiterten Klimagipfel "Freiheit, Wohlstand und ein angenehmes Leben für alle" erreicht werden könnte. Das Manifest ist der ersten Beitrag in dem neuen Debattenforum Aufbruch nach vorn!, mit dem NovoArgumente gemeinsam mit dem britischen Onlinemagazin Sp!ked, der schwedischen Kulturzeitschrift Voltaire, der Schweizer Wochenzeitung Die Weltwoche und der österreichischen Tageszeitung Die Presse eine internationale Debatte über Fortschritt, Wachstum und Innovation anregen möchte. Aufbruch nach vorn und progressiver Wertewandel statt einer von ängstlichem Konservatismus geprägten Zeitenwende rückwärts, die andernorts dem Liberalismus anempfohlen wird - das Projekt scheint mir spannende Diskussionen zu versprechen.

Arbeitslager! Adolf! Haider! Westerwelle! Holocaust!

05.03.2010 15:47 - Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 26 Kommentare
Die FDP hatte wohl nicht genug marginale Einflussnahme ausgeübt im Vorfeld? Der Michael Leichenberg (hahahaha, na Sie wissen schon, der Lerchenberg, Intendant der Luisenburg-Festspiele in Rudolf-Hess-Stadt ... hahahaha... Wunsiedel) war jedenfalls diesmal auf dem Hahaha... Hassbieranstich sooo was von lustig als Bruder Faschofass: Arbeitslager! Adolf! Haider! Westerwelle! Holocaust! Hahahaha... isch kringel' mich. Nein, nicht wirklich. Der Plot ist ja auch nach den Wahlkampf-Tiraden von NRW-Kraft, Stegner und Künast nicht mehr so ganz taufrisch: den politischen Gegner ohne jeden Realitätsbezug oder gar den Versuch argumentativer Auseinandersetzung mit Schmutz bewerfen und hoffen, dass möglichst viel hängen bleibt. Unterirdisch, das. "Satire darf alles" merkte Kurt Tucholsky einmal an. Herr Lerchenberg hat jetzt gezeigt, dass sie sogar in der Form GEZ-Gebühren-finanzierten geistigen Dünnpfiffs daher kommen darf.

Super variable Frühaufsteher

04.03.2010 22:47 - Gaeste by Boris Eichler - 22 Kommentare
Sachsen-Anhalt rühmt sich in der Eigenwerbung seiner "Frühaufsteher-Mentalität":
Die Kernidee des Frühaufstehens hat den Vorteil, variabel zu sein
beschreibt die PR-Abteilung des Landes den Kern der Kampagne. Ein Mitglied der Landesregierung scheint jedoch in letzter Zeit so früh aufgestanden zu sein, dass es ein wenig unausgeschlafen und deshalb durcheinander ist. Die Rede ist von Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD). Im Streit um die Veranstaltung zur Lehrerfortbildung "Diktaturvergleich als Methode zur Extremismusforschung", die am 19./20. März 2010 vom Regionalbüro Halle der Stiftung für die Freiheit mit veranstaltet wird, steigt Erben ganz besonders variabel in den Ring und sieht im Vergleich von NS-Verbrechen und SED-Diktatur eine "Gleichsetzung von NS-Verbrechen und SED-Diktatur", ja sogar eine Relativierung des Holocaust.

Giorgos und das Zwischenzeugnis

03.03.2010 11:16 - dagny's tags by dagny t. - 26 Kommentare
Das Muster ist immer das Gleiche:
  • Sie koennen mir doch keine fuenf in Latein geben?
  • Letztes Jahr bin ich mit 4-Komma-5 auch noch versetzt worden.
  • Wollen Sie mich wirklich durchfallen lassen?
  • Der Lehrer hat das nicht erklaert.
  • Beim Kollegen XY durften wir das aber?
  • Ich hab den Spickzettel nicht benutzt, sie koennen mir doch nicht das Blatt wegnehmen?
  • (etwas dreister) Die Dame im Schreibwarenladen ist Schuld, dass ich einen Spicker geschrieben hab, sie hat mir das Papier dazu verkauft.
  • Sie sind als Kind doch auch Durchgefallen, wie koennen Sie mich dann jetzt durchfallen lassen?
  • Wollen Sie mich wirklich aus der Klassengemeinschaft herausnehmen?
Nicht viel anders die Argumente der mancher griechischen Politiker, die die Ursache Ihres Haushaltsdefizites nicht bei sich selbst sehen wollen. Schuld sind mal wieder immer die anderen. Aktuell wird, lt. SPON, diskutiert, die Gesamtschule ohne Notengebung, eine eigene Ratingagentur fuer die EU-Staaten einzufuhren.

Antibürokratiemail

26.02.2010 14:29 - ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - 4 Kommentare
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Grüne Solidarität

Die Taliban brauchen eine politische Partei um am politischen Protest teilhaben zu können.
Renate Künast, wie immer besorgt um die Schwachen und Ausgegrenzten, heute in der Bundestagsdebatte zum Afghanistan-Mandat der Bundeswehr. Sie muss es wissen: schliesslich benötigten die hiesigen Träger des grünen Banners auch eine politische Partei, um... Nebenbei: wenn der FOCUS und andere Medien "Linksfraktion wird aus dem Saal verwiesen" zur Debatte titeln, so ist das schlicht falsch: Bundestagspräsident Lammert liess lediglich entsprechend der Geschäftsordnung einige mit Plakaten wedelnde Abgeordnete aus dem Saal entfernen. Der Rest der Fraktion schloss sich "aus Protest" an. Eine gut geplanter Propagandacoup der Neokommunisten. Respekt.

Bildstörung

25.02.2010 01:14 - Allgemein, Notizen aus dem U-Boot by jo@chim - 3 Kommentare
Ich entschuldige mich als "Cleaning Executive" dieses Angebots dafür, dass ich bis jetzt nicht die Zeit gefunden habe, hier ein Pay for Emergency Service-Plugin zur zeitnahen und professionellen Behandlung der Probleme mit der Kommentaranzeige zu installieren. So hat es mich einige Freizeit gekostet, den blöden Anzeigefehler zu beheben, der Sie hier die letzten Tage genervt hat. Dankeschön für Ihre Geduld, werte Leser unseres antibürokratischen Weblogs! Das Problem resultierte aus der Umstellung unserer Web-Präsenz von PHP-Version 4.2.9 auf PHP 5.2.10. Dadurch wurde ein Fehler wirksam, der zwar vorher schon wirksam war, aber erst dadurch wirksam wurde. So in etwa habe ich jedenfalls den Kollegen Chris Vigelius verstanden. Er ist der freundliche Webmaster eines Online Magazins, mit dem wir es auch schon mal ordentlich krachen lassen, wenn uns die Freien zu eigentümlich werden. thX4support, Chris!

The Fellatio Truth Movement

24.02.2010 22:33 - Audiovideo, ∆Foxtrot by Daniel Fallenstein - Kommentieren
John Lajoie beweist, wie ahnungslose Männer auf schreckliche Weise trocken gehalten werden. Und nebenbei lernen wir was über die Zustände unter einem Tinfoilhat.

Hoppla: v. Gravenreuth nimmt sich das Leben

23.02.2010 01:07 - dagny's tags by dagny t. - 10 Kommentare
Beim Lawblog noch anonymisiert, in der WELT nicht. Guenter von Gravenreuth, in der Internetszene nicht unbekannt, hat sich gestern das Leben genommen.

Ein armes Würstchen

22.02.2010 18:12 - Audiovideo, Money and Fame by Daniel Drungels - 78 Kommentare
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass in Deutschland über 11 Mio. Menschen von Armut bedroht sind. Ich bin einer davon. Ein Hausbesuch bei einem armen Würstchen. (Crosspost Gehirnschluckauf)

Towarischtsch Stefan Engel, was heisst hier ‘Willkürverbot’?

Kann man es tatsächlich als "Willkür" bezeichnen, wenn Deutsche Bank und Commerzbank lieber nicht mit deiner MLPD ("Marxistisch Leninistische Partei Deutschlands") in Sachen Kontenführung zusammenarbeiten wollen? Ist es nicht vielmehr Drohung mit Geschäftsschädigung bzw. angekündigter Diebstahl, den "Sturz der Diktatur der Monopolkapitalisten" und deren Enteignung zu fordern? Wie auch immer - die Bankarbeiter der Volksbank Ruhr Mitte, SEB Bank, Norisbank, Danat Bank und der Deutschen Bank, die das sicherlich ganz anders sehen, wurden nun von "ganz von oben" (so euer Anwalt Weispfenning) dazu gezwungen, gegen ihre eigenen Interessen die MLPD als Vorhutpartei des kämpfenden Proletariats zu boykottieren. Bei der Asche Willi Dickhuts: wenn man sie nur liesse, würden sie sicher dir, Towarischtsch Stefan Engel, und anderen Helden der Arbeiterklasse zujubeln! Eine Frage, Towarischtsch Stefan Engel, hätte ich aber noch. Warum eröffnet ihr mit euren geschätzten 10 Mio. Euro Vermögen, das sich darbende Proletarier vom Munde abgespart haben, nicht einfach ein Auslandskonto, anstatt mit den Devisen die verbrecherischen Aktivitäten der Bankenkonzerne des räuberischen deutschen Imperialismus mit zu finanzieren? Zum Beispiel bei der nordkoreanischen Staatsbank. Ach so, ich verstehe.